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Die Atmung: Der sensibelste Parameter

Luft
Die Atmung: Der sensibelste Parameter

«Alles, was Odem hat, lobe den Herrn!»
Dieser Vers aus Psalm 150 passt ausgezeichnet zu einem Artikel über die Atmung. Er enthält sogar einen der wichtigsten Hinweise zur Atempflege: Atemförderung durch Gesang, ein überaus wertvolles Instrument, das überall mit uns ist.

Als Ärztin habe ich am Institut für Beziehungs- und Atemtherapie (ibat) eine Weiterbildung nach Dr. med. Volkmar Glaser absolviert. Die Atmung ist der sensibelste Parameter unseres Körpers. Es gibt dazu viele Redensarten wie «der Atem stockt», «außer Atem sein», «wieder zu Atem kommen», «Atem schöpfen» etc. Die Atmung ist zudem eng mit der Herzfunktion verbunden.

Atmen bedeutet Leben
Der Atem begleitet uns vom ersten Schrei bis zur letzten Minute unseres Lebens. Er steht auch für die Seele des Menschen. In der Bibel ist zu lesen: «Gott, der Herr, schuf den Menschen zu seinem Bilde. Er schuf sie als Mann und Frau. Er blies dem Menschen den Atem des Lebens ein. So ward der Mensch eine lebendige Seele» (nach 1. Mose 1,27 und 2,7).

Die Bedeutung des Atems ist viel umfassender, als nur zu atmen, um zu leben. Der Mensch ist nicht nur ein leibliches Wesen, sondern wird durch den ihm eingehauchten Atem Gottes zu einer seelischen, geistlichen und sozialen Person.

Aufbau und Funktion der Atmungsorgane
Der Brustkorb ist ein wunderbares Kunstwerk. Die Rippen umschließen die Lunge wie einen Korb. Auf der linken Seite ist das Herz eingelagert. Aus der rechten Herzkammer gelangt das im Körper verbrauchte, sauerstoffarme Blut in den Lungenkreislauf. Dort wird es mit Sauerstoff versorgt und in die linke Herzseite geführt. Mit jedem Herzschlag werden alle Funktionskreise des Körpers mit Sauerstoff versorgt sowie überflüssige und schädliche Stoffe entsorgt. Dazu atmen wir in Ruhe 14 bis 20 Mal pro Minute.

Das rhythmische Spiel der Atemmuskulatur
Die Muskeltätigkeit des Zwerchfells sowie der Rippenmuskeln bewirkt die Atembewegung. Die Atmung nimmt von allen lebenswichtigen Vorgängen eine Sonderstellung ein. Sie funktioniert automatisch, kann aber auch durch unseren Willen aktiv beeinflusst werden, zum Beispiel durch Anhalten der Atmung unter Wasser. Diese willkürliche Steuerung ist auch beim Sprechen und Singen wichtig.

Die Atmung als Spiegel unserer Befindlichkeit
Wir können feststellen, dass sich unsere Atmung von selbst immer wieder verändert. Sie wird von unserem Denken, unseren Gefühlen und unserem Tun unmittelbar beeinflusst. Unsere Atemmöglichkeiten werden auch durch Erfahrungen während unseres Lebens geprägt.

 

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