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Vom Umgang mit permanenten körperlichen Einschränkungen

Bewegung
Vom Umgang mit permanenten körperlichen Einschränkungen

Zu erleben, dass man permanent nicht mehr tun kann, was man zu tun gewohnt war, ist eine einschneidende Erfahrung im Leben und fordert uns heraus. Wenn Funktionen des Körpers nicht mehr möglich sind, betrifft dies den ganzen Menschen, und die Reaktionen d

Alterung

Es ist ein natürlicher Vorgang, dass die Leistungsfähigkeit im Leben abnimmt und nicht mehr alle Körperfunktionen optimal ablaufen. Der Alterungsprozess ist normal, kann sich aber ganz verschieden äußern, besonders wenn eine Erkrankung hinzukommt. Bei einem gesunden Lebensstil stehen die Chancen viel besser, länger leistungsfähig und krankheitsfrei zu bleiben. Das Alter ist jedoch nur ein kleiner Bestandteil von Faktoren, die da hineinspielen. Oft sind es Unfälle oder Krankheiten, die zu einer dauerhaften körperlichen Einschränkung führen.

Das Beispiel einer Hüftarthrose

Herr S., 55-jährig, Ingenieur von Beruf und sportlich aktiv (v.a. Langlaufen) bemerkt morgens, wie schwer es ihm fällt, die Socken anzuziehen. Er verspürt dabei Schmerzen in der Leiste. Die erste Stunde am Morgen fühlt sich steif und schmerzhaft an. Längeres Sitzen von mehr als eineinhalb Stunden während der Arbeit tut weh, ebenso das Aufstehen danach. Ein Stehpult hilft ihm, im Beruf leistungsfähig zu bleiben. Beim Spaziergang beginnt es nach ein bis zwei Stunden in der Hüftgegend zu schmerzen, und Langlaufen ist keine zehn Minuten mehr möglich, sodass er damit pausiert. Viele erkennen erst in ihren eingeschränkten Aktivitäten, dass da wohl etwas mit der Hüfte nicht mehr stimmt.

Die Arthrose

gehört zu den rheumatologischen Erkrankungen, wobei der Gelenkknorpel abgenutzt wird, bis einmal nur noch Knochen auf Knochen reibt. Dies kann unterschiedlich schnell gehen. Die Symptome entwickeln sich aber gewöhnlich schleichend und äußern sich diffus. Im Verlauf werden die Symptome deutlicher. Anlaufbeschwerden morgens und belastungsabhängige Beschwerden nehmen zu, und spätestens in der Untersuchung beim Arzt zeigen sich Beweglichkeitseinschränkungen. Im Verlauf steigern sich die Symptome, und die fehlende Flexibilität wird beim Gehen sichtbar, indem sich die betroffene Person mehr nach vorne neigt, was sich wiederum zu Rückenbeschwerden weiterentwickeln kann. Durch die Schmerzen und Schonhaltungen entstehen muskuläre Schwächen, was sich spätestens im Hinken äußert. Durch Schonverhalten kann sich die Leistungsfähigkeit dramatisch reduzieren (Dekompensation), was sich wiederum negativ auf Herz und Lunge auswirken kann. Die Einschränkungen nehmen somit progressiv zu.

Was ist zu tun?

Je nach Verlauf, Alter und eigenen Ansprüchen kann eine konservative Therapie (Physiotherapie, Medikamente) oder eine operative Versorgung in Frage kommen. Hüftbeschwerden aufgrund einer schweren Arthrose können durch die Weiterentwicklung der Hüftprothetik und deren schonender Operation (minimal invasiv) bei optimalem Verlauf bereits sehr gut behandelt werden und schränken die Patienten nicht mehr so stark ein, wie dies noch vor 50 Jahren der Fall war, als man mit den ersten Hüftprothesenoperationen begann.

Die Arthrose am Hüftgelenk ist nur ein Beispiel von vielen. Was aber, wenn mehrere Gelenke von starker Arthrose betroffen sind und die Tätigkeiten im Alltag je länger, desto mehr eingeschränkt werden? Wenn die Arme auf einmal nicht mehr angehoben werden können? Was, wenn neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose dazu führen, dass irreversible Lähmungserscheinungen auftreten und ab einem Zeitpunkt der Rollstuhl nötig ist? Was, wenn die Lunge fibrosiert (Narbenbildung) und das Gehen von einem Stockwerk auf der Treppe nur noch mit großer Atemnot möglich ist oder man dauerhaft auf Sauerstoff angewiesen ist? Die Liste ist beliebig verlängerbar.

 

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